Salzbrief #28 · 19. Juli 2026
Die Woche · Salsiccia-Pasta · Schwedische Kuchen · Die zweite Reisewoche
Utklippan - Karlskrona - Tjärö - Hanö - Kåseberga - Skanör
Grüße heute wieder aus Skanör!! Inzwischen sind wir wieder dort angekommen, wo unsere Rundtour durch die Hanöbucht begonnen hat. Kaum zu glauben, wie viel man in einer Woche erleben kann, wenn man keinen festen Plan hat.
Das Wetter hat uns diesmal ein bisschen im Nacken gesessen. Deshalb haben wir lieber zwei ruhige Tage mit Motorunterstützung genutzt, statt uns gegen Regen und Starkwind zu stemmen. Rückblickend genau die richtige Entscheidung.
Die Karlskrona-Schären haben uns überrascht. Ganz anders als unsere geliebten Westschären nördlich von Göteborg. Viel ruhiger. Viel ursprünglicher. Oft hatten wir das Gefühl, den ganzen Schärengarten fast für uns allein zu haben. Nun haben wir erfahren, dass die schwedischen Ferien auch jetzt erst beginnen.
Karlskrona selbst hat uns ebenfalls beeindruckt. Wir haben es zugegebenermaßen niedlicher und liebevoller erwartet. Breite Straßen, alte Gebäude und überall spürt man hier die Geschichte der schwedischen Marine. Unser persönliches Highlight war allerdings ein kleines Café: Systrarna Lindqvist. Dort gab es einen Johannisbeerkuchen, der so gut war, dass ich mir fest vorgenommen habe, zu Hause unbedingt ein Rezept dafür zu finden.
Eigentlich wollten wir anschließend nur eine Nacht auf Tjärö bleiben. Daraus wurden zwei. Nicht weil wir mussten, sondern weil wir einfach nicht weiter wollten. Dies war ein Luxus-Resort-Schären-Platz: Mit wunderbarem Steg, Wasser und Stromanschluss. Fast schon ein bisschen zu viel für uns Minmalisten. Aber irgendwie auch herrlich.
Und dort entstand dann auch unser bisher schönster Essplatz der Reise. Hoch oben auf einem warmen Granitfelsen, mit Blick über den Schärengarten, unser kleines Schiff unter uns und langsam verschwand die Sonne hinter den Inseln. Das Curry hätte wahrscheinlich überall geschmeckt. Aber an diesem Ort eben noch ein bisschen besser.
Von dort ging es weiter nach Hanö. Auch ein Hafen, den man schwer beschreiben kann. Überall standen frische Blumen auf den Tischen. Sogar in den Gästetoiletten. Und als es dunkel wurde, zündete die wirklich besondere Hafenmeisterin noch Teelichter entlang der Stege an.
Manchmal sind es gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten, an die man sich später erinnert. Sondern eben solche Kleinigkeiten.
Rezept: Salsiccia-Penne mit Auberginen und Kapern

Dieses Gericht ist eines unserer Lienlings-Segel-Rezepte. Es braucht nur eine Pfanne, schmeckt fantastisch und ist nach einem langen Segeltag einfach großartig. Ich habe mich den ganzen Tag drauf gefreut.
Zutaten für uns 2:
200 g Penne
3 Salsiccia
1 Aubergine
2 Möhren
2 frische Tomaten
2 EL Kapern
1 rote Zwiebel
1 ganze Knoblauchknolle
Parmesan
Olivenöl
Zubereitung
Die Auberginenwürfel zunächst mit wenig Olivenöl kräftig anrösten und anschließend wieder aus der Pfanne nehmen.
Zwiebel anschwitzen. Die halbierte Knoblauchknolle mit der Schnittfläche nach unten mitgaren.
Die Salsiccia aus der Pelle drücken und krümelig anbraten.
Möhren, Tomaten und Kapern dazugeben und alles einige Minuten schmoren lassen.
Zum Schluss die Auberginen wieder unterheben.
Die weich gewordenen Knoblauchzehen aus der Schale drücken und in die Soße rühren.
Mit LAESØ und LISTA abschmecken.
Penne unterheben und reichlich Parmesan darüber hobeln.
PS.: in meiner Rezeptethek habe ich ein ähnliches, genauso tolle Salsiccia-Pasta-Rezept. Schaue doch mal rein und klicke auf den Button hier unter.
🇸🇪 Warum schwedische Kuchen oft so anders schmecken

In Schweden wird deutlich häufiger mit Beeren gebacken als bei uns. Johannisbeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren oder Rhabarber gehören dort ganz selbstverständlich in Kuchen und Gebäck.
Typisch ist außerdem, dass viele Kuchen deutlich weniger süß sind als deutsche Varianten. Die Früchte dürfen ihren eigenen Geschmack behalten. Dazu gibt es fast immer Kaffee – und natürlich die berühmte Fika, die schwedische Kaffeepause. Übrigens: In den Cafés, in denen wir waren immer als Refill. Also, man kann sich jederzeit so viel man möchte nachfüllen. Und immer gab es Hafermilch.
Nach unserem Johannisbeerkuchen in Karlskrona steht jedenfalls fest: Dieses Rezept muss ich zu Hause unbedingt nachbacken. Wenn du einen Tipp oder das Rezept für mich hast, dann her damit!
📸 Ein paar Eindrücke unserer zweiten Woche

Ich habe dir wieder ein paar Eindrücke zusammengestellt.
Von der skurillen Insel Utklippan, dem Frühstück im Café Systrarna Lindqvist, Stimmung und Liegeplatz auf Tjärö, unserem Lieblingsgetränk Prosecco mit Holundersirup und dem liebevollen Hafen von Hanö.
Vielleicht bekommst du ja ein bisschen Fernweh und ein Gespür von unserer Reise.
Natürlich mussten wir in Schweden auch Köttbullar essen.
Allerdings nicht im Restaurant, sondern ganz unkompliziert an Bord.
Die fertigen Köttbullar gibt es hier überall. Dazu ein selbst gemachtes Kartoffelpüree mit Hafermilch, gewürzt mit LAESØ und LISTA. Preiselbeeren aus dem Glas und ein schneller Gurkensalat mit Zitronensaft, Agavendicksaft, Senf, Olivenöl und einer guten Prise LAESØ.
Manchmal muss gutes Essen wirklich nicht kompliziert sein.

