Über uns

Anholt ist eine Insel im Kattegat, zwischen Dänemark und Schweden. Dort liege ich seit vielen Jahren jeden Sommer vor Anker, erst mit Freunden, später mit meiner Familie.

Vor jeder Saison habe ich das Gewürzregal an Bord gefüllt. Rosmarin, Salbei, Pfeffer, Salz, Curry, Vanille und was einem sonst noch einfällt. Am Ende der Saison war die Hälfte davon unangebrochen. Gegriffen habe ich immer dieselben vier oder fünf.

Daraus ist das hier entstanden.

Artekno H35 TOMKE vor Anker Schlei Maasholm Sonnenaufgang

Angefangen hat es als Geburtstagsgeschenk

Das Kochen habe ich von meiner Mutter. Nicht die Rezepte, die Haltung: einfach und gut, ohne viel Aufhebens.

2009 habe ich für einen Geburtstag eine Mischung zusammengestellt. Rosmarin, Salbei und ein paar Gewürze dazu. Genau das, was ich für meine Pasta nach dem Surfen brauche, mit Tomatensoße und sonst nichts. In eine hübsche Dose gefüllt, verschenkt, fertig.

Ein paar Wochen später wollten die Nächsten auch so eine. Damit waren meine Geburtstagsgeschenke für die folgenden Jahre geklärt. Diese Mischung heißt heute ANHOLT und ist unverändert im Sortiment.

Irgendwann sagte eine Freundin, ich solle ein Geschäft daraus machen. Ich hatte keine Ahnung, wie man eine Website baut, wie man kalkuliert, wie man Mengen plant. Die ersten Versuche sahen entsprechend aus. Dann kam die Idee, die den Unterschied gemacht hat: Dosen aus Aluminium. Rostfrei, unverwüstlich, dicht. An Bord genau richtig.

2011 ging es los.

Warum es genau sechs sind

Am Anfang war es eine. Dann habe ich mit zwölf herumprobiert, und irgendwann war klar, dass das keinen Sinn ergibt. Zwölf Mischungen sind genauso unübersichtlich wie dreißig Einzelgewürze, nur teurer.

Also habe ich reduziert, bis sechs übrig waren. Kräuter, Salz, Pfeffer, Grill, Masala, Süß. Sechs Aufgaben, die sich nicht überschneiden, und die man untereinander kombinieren kann. Das Weglassen war der schwierige Teil, nicht das Entwickeln.

Beim Abschmecken habe ich den Geschmack vorher im Kopf, ungefähr so wie ein Bild. Dann probiere ich so lange, bis er getroffen ist. Bei manchen Mischungen hat das gedauert.

Die Namen sind keine Erfindung vom Reißbrett. Anholt, Laesø, Lista, Klitmøller, Strandby, Marstrand. An jedem dieser Orte war ich, gesegelt oder gesurft. Was mich mit jedem verbindet, steht auf der jeweiligen Produktseite.

Groß war nicht die Antwort

Zwischendurch sollte daraus etwas Größeres werden. Es gab Messen, erste Händler, eine gemietete Halle und ein kleines Team, das die Mischungen gemacht hat.

Es hat nicht getragen. 2023 habe ich die Reißleine gezogen, die Firma beendet und zurückgekauft.

Heute mache ich es wieder allein, in kleinen Mengen, in Schuby. Das ist keine Notlösung, sondern passt zur Sache. Sechs Mischungen, von Hand gemischt, brauchen keine Halle.

Schon 2016 wollte ich einmal aufhören. Daraus wurde nichts, weil Kunden geschrieben haben, das könne ich nicht machen, wie sie denn dann kochen sollten.

Was drin ist und was nicht

Keine künstlichen Aromen, keine Geschmacksverstärker, keine Rieselhilfen. Keine Zwiebel und kein Sellerie. Sellerie fehlt, weil es ein Allergen ist. Zwiebelpulver fehlt, weil es in vielen Fertigmischungen vor allem überdeckt, was darunter nicht mehr schmeckt.

Vier der sechs Mischungen enthalten etwas Rohrohrzucker, weil er Schärfe und Säure rundet. Er steht in der Zutatenliste an der Stelle, an die er der Menge nach gehört.

Alle sechs sind bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-009, und vegan. Gemischt wird laufend in kleinen Mengen, nicht auf Vorrat für Monate.