Strand, Surfen, Wandern – von Raposeira nach Olhão

Von Raposeira nach Olhão

Salzbrief #34 · 31. August 2025

Die Woche · Reisebericht: Aljezur – Raposeira – Olhão · Pasta mit Tomaten, Auberginen und Basilikum · Pasta Aglio Olio mit Anchovis und Pilzen


Von Raposeira nach Olhão: die besten Strände der Algarve

Moin aus Schuby!

Ja, wir sind wieder zurück! Obwohl wir nur mit einem Koffer bzw. einer Reisetasche gereist sind, konnte ich nicht anders, als wunderschöne Muscheln für meine lieben Kunden zu sammeln. Immer wieder musste ich mich am Strand bücken. Die Hände und Taschen gefüllt mit tollen Muscheln, hatten wir am Ende am Flughafen 5 Kilo Übergepäck!! Also doch noch nicht unsere Reisetasche aufgegeben, sondern noch einmal umgepackt, Muscheln wie Bücher in die Hand genommen und wieder am Ende der Schlange angestellt. Aber was soll's.

Die Muscheln stammen entweder vom Strand bei Farol oder vom Strand Praia da Figueira. Unsere Insights der besten Strände der Algarve habe ich dir in meinem Reisebericht Teil 2 mit aufgeschrieben.

Wie du siehst, haben wir unter anderem Muscheln gegessen. Passend dazu packe ich dir hier den Link zu meinem Lieblingsmuschel-Gericht rein, nämlich Pasta mit Muscheln. Einmal im Jahr darf es nicht fehlen.

Aber wir haben noch anderes Schönes genießen können, und zwar eine Art Pasta alla Norma mit viel, sehr viel Basilikum. Und zum Finale eine tolle Pasta mit Anchovis und Pilzen. Findest du beides weiter unten.


Reisebericht Teil 2: Aljezur – Raposeira – Olhão

Reisebericht Algarve, Bild 1
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Reisebericht Algarve, Bild 2
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Reisebericht Algarve, Bild 5
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Reisebericht Algarve, Bild 6
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Reisebericht Algarve, Bild 8
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Reisebericht Algarve, Bild 9
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Die letzten 5 Tage hatten es noch einmal so richtig in sich: Strände, Surfen, Wandern, abgelegene Inseln. Alles dabei.

Nach der ganzen Umzieherei hatten wir uns nun also in Raposeira 5 Tage gegönnt. Hier wollten wir erst einmal nicht mehr weg. Ich hatte erst gedacht, die Lage sei zu weit weg vom Meer. Stimmt gar nicht. Raposeira ist ein perfekter Ausgangspunkt, um an die ruhigen Strände der Südalgarve und an die rauheren südwestlichen Strände bei Vila do Bispo und Sagres zu gelangen. Beides ist in maximal 15 Minuten zu erreichen. Und dabei stellt sich der kleine Ort Raposeira als wunderschön, verwinkelt und ruhig heraus. Hier haben wir uns super wohlgefühlt, trotz der 15 qm (1).

Von hier aus sind wir für einen Tagesausflug rund eine Stunde in die Berge nach Monchique gefahren. Der Ort soll malerisch sein. War er auch, aber für uns an diesem Tag etwas zu warm und wir waren tatsächlich ein wenig platt, denn vorher sind wir dort in der Nähe den rund 2 km langen, erst 2023 eröffneten Wanderweg Passadiço do Barranco do Demo gewandert, mit vielen Treppen und einer atemberaubenden Hängebrücke (5). Eine ganz besondere Empfehlung jedoch ist der Skulpturen-Garten von Tara und Sylvaine Bongard (6). Für 2,50 € wandert man dort durch eine irre bunte Welt von Fabelwesen mit viel Humor, versteckt in einer wunderschönen Pflanzenwelt.

Monte Clérigo ist schon ein schöner Strand mit einem herrlichen Surf-Vibe. Einsamer wird es aber an den nicht ganz so leicht zugänglichen Stränden der Südalgarve. Abgefahren schön ist es am Praia da Figueira (2). Um dorthin zu kommen, muss man etwa 10 Minuten einen schmalen Pfad wandern und dann eröffnet sich gerade bei Ebbe ein unfassbar weiter Strand mit kristallklarem türkisgrünem Wasser. Der lädt nur so zum Reinspringen ein. Weil weniger Menschen da sind, und erst recht morgens, ist der Strand auch ein Paradies für Nacktbader.

Am Nachmittag unseres letzten Tages in Raposeira zog es uns ein letztes Mal an die Westalgarve an den Praia do Castelejo. Den Strand mussten wir 2018, als wir hier einmal mit dem Wohnmobil waren, wegen eines Sturmes meiden und haben jetzt erkannt, was für ein Juwel er ist. Mit einem tollen Strand-Restaurant direkt am Strand, nicht zu voll und einem super netten Surfbrett-Verleih (3) mit echt fairen Preisen!! Endlich habe ich mich getraut und doch noch mal ein Brett ausgeliehen, um mich eine Stunde im Weißwasser durchspülen zu lassen. Ach, was war ich glücklich und herrlich platt danach!

Von Raposeira sind wir rund 1 Stunde zu unserer letzten Station nach Olhão aufgebrochen. Von hier hatten wir es nur noch 20 Minuten per Uber zum Airport und so brauchten wir also auch unser Auto nicht mehr. Eine wirklich entspannte Lösung. 2 Nächte durften wir bei der netten Cristina ein Zimmer belegen mit sensationeller Dachterrasse (siehe Sonnenuntergang weiter unten).

In Raposeira konnten wir übrigens direkt neben unserem kleinen Haus einen schmalen Weg gehen und nach wenigen Metern wilde grüne, reife und leckere Feigen pflücken. Die wanderten dann auch in alle unsere Gerichte, die wir dort gekocht haben. Ich liebe so etwas!

In Olhão war es natürlich für mich Pflicht, die beiden besonderen und imposanten Markthallen zu besuchen (7). Eine für Fisch und eine für Obst, Gemüse, Fleisch etc. Leider nur zum Angucken, ich habe nichts kaufen können, weil wir am nächsten Tag zurückgeflogen sind. Ein ganz besonderer Reiseabschluss war der Besuch der beiden Olhão vorgelagerten Inseln Armona und Culatra. Dorthin gelangt man mit Fähren (8), die für eine Strecke nicht mehr als 2,50 € kosten. Vollbeladen dauert so eine Fahrt nur etwa 20 Minuten und man kommt in einer ganz anderen Welt an. Armona erschien uns lauter und etwas enger. Beim Baden dort hatten wir, denke ich, bestimmt 3 Knoten Strom, sobald man die Füße vom Untergrund hob. Ein irres Gefühl. Culatra hat uns aber etwas besser gefallen. Insbesondere der Strand bei Farol ist super toll. Wir sind von Culatra nach Farol am Strand gewandert und waren zwischendurch wieder einmal ziemlich allein dort (9). Klares Wasser, 20°, wir konnten gar nicht genug vom Baden bekommen und fühlten uns wie kleine Kinder.

Ein letzter Abschluss in einer typischen Strandbar, ein letztes Bad und dann ging es zum Packen zurück. Als wäre es nicht schon alles toll genug gewesen, bekamen wir zu unserem letzten Essen auf der Dachterrasse (Rezept weiter unten) ein beeindruckendes Lichterspektakel zu sehen. Ich habe versucht, es einigermaßen einzufangen, wie du unten sehen kannst.


Pasta mit Tomaten, Auberginen und Massen an Basilikum

Pasta mit Tomaten, Auberginen und Basilikum

Wir waren ja auf dem Regionalmarkt in Aljezur und haben ein riesiges Bund Basilikum gekauft. Normalerweise würde ich damit eben mal ein Pesto machen. Doch ich habe mal etwas anderes versucht: Ich habe das Basilikum schon recht klein geschnitten und mit vorher gerösteten Pinienkernen der Pasta hinzugefügt. Mit zerdrückten Tomaten und angerösteten Auberginen war das der volle Erfolg!

Ganz kurz erkläre ich dir hier, wie ich es gemacht habe:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Aubergine
  • 3 Tomaten
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 Packung Pinienkerne, vorher angeröstet
  • Pasta, Parmesan, Zitrone, Olivenöl und etwas Sahniges
  • Strandküche LISTA, LAESØ, ANHOLT und PALERMO

Und so hab ich es gemacht:

  1. Tomaten waschen, klein schneiden. Mit Öl, Zitrone und LAESØ musen.
  2. Basilikum waschen und klein schneiden. Pinienkerne anrösten und herausnehmen. Aubergine gewürfelt in etwas Olivenöl anrösten, herausnehmen und Knoblauch auf kleiner Flamme leicht anrösten. Auberginen wieder hinzugeben.
  3. Pasta kochen. 1 Minute vor Ende der Garzeit 1–3 EL Kochwasser in die Pfanne geben.
  4. Tomaten, Pinienkerne und das Basilikum für 1 Minute hinzugeben, dann die Pasta unterheben. Mit etwas Sahne sämig machen.

Lass es dir mit viel Parmesan schmecken!


Pasta Aglio Olio mit Anchovis und Pilzen

Pasta Aglio Olio mit Anchovis und Pilzen

Restekochen in Olhão! Wir hatten noch genau diese Zutaten: Knoblauch, Zwiebel, eine Dose Anchovis, Öl, Zitrone und eine halbe Orange. Was machen wir damit? Spaghetti, Parmesan, ein paar Pilze und frische Tomaten besorgt und alles zusammengeschmissen. Gut gewürzt mit unseren Lieblingen ein mega geiles Essen!

Und dazu der Sonnenuntergang …

Zutaten:

  • 5 Knoblauchzehen
  • 10 Pilze, so eine Art Champignons
  • 3 Tomaten
  • 1/2 Zitrone und eine halbe Orange
  • 1 halbe Zwiebel
  • 1 Dose Anchovis
  • Olivenöl, Butter, Strandküche LAESØ, LISTA, ANHOLT und PALERMO

Und so geht's:

  1. Alle Zutaten vorbereiten: Knoblauch und Zwiebeln schneiden. Tomaten klein schneiden. Pilze putzen und klein rupfen.
  2. Pasta aufsetzen.
  3. Knoblauch und Zwiebel anbraten. Die Pilze dazugeben, nach 5 Minuten die Tomaten dazugeben und in der Mitte der Pfanne Platz für die Anchovis machen. Die in ein wenig extra Öl kurz anbraten und mit einer Gabel zerteilen. Achtung: Du brauchst jetzt nicht mehr so viel Salz. Aber PALERMO und der Pfeffer wie auch ANHOLT sind jetzt toll dazu.
  4. Mit Orangen- und Zitronensaft ablöschen, etwas Nudelwasser dazugeben und dann die fertigen Spaghetti unterheben und schon ist's fertig!!

Guten Appetit!


Sonnenuntergang in Olhão
Sonnenuntergang in Olhão, 27. August 2025

Dieser Salzbrief ist am 2025 per Mail rausgegangen. Seitdem kann sich manches geändert haben: Einige Mischungen von damals gibt es nicht mehr, Preise und Angebote galten nur zum Versandtag. Wo etwas heute nicht mehr stimmen würde, hab ich es angepasst. Was es aktuell gibt, findest du im Shop, die alten Mischungen im Archiv.