Reisetipps Teil 2: Nazaré → Lissabon → Aljezur

Markt in der Markthalle für regionale Produkte

Salzbrief #33 · 24. August 2025

Die Woche · Reisetipps Teil 2: Unsere Secrets · Reisebericht: Porto – Lissabon – Aljezur · Pasta mit Schweinebäckchen · Kartoffelpfanne mit Pfirsich


Von Nazaré bis nach Raposeira: tolles Essen und ein paar Secrets

Moin aus Raposeira!

Vielleicht folgst du uns ja schon auf Instagram oder Facebook und weißt deswegen schon, dass wir mittlerweile in diesem wunderschönen kleinen Ort Raposeira angekommen sind. Was wir in der letzten Woche alles erlebt bzw. Besonderes genossen haben und welche kleinen, aber feinen Secrets wir erleben durften, davon berichte ich dir hier.

Freue dich auf die Reisetipps Teil 2 und den Reisebericht Teil 1.


Reisetipps Teil 2: Unsere Secrets

Lissabon

Blick vom Atira-te ao Rio auf das Ponto Final

Wir haben uns ein Airbnb auf der Südseite des Tejo gesucht. Die Gegend hat einen etwas schrägen Charme und man fährt etwa 15 Minuten über die Brücke bis in die Altstadt. Unser Apartment im Casa Barr Guest House ist aber wunderschön in einer alten Villa gelegen.

Mein erster Tipp für dich: Abendessen im Stadtteil Almada mit Blick auf Lissabon nicht im Ponto Final (gelbe Tische), sondern im Atira-te ao Rio (türkise Tische). Dort ist es lässig, etwas windgeschützter und der Ausblick auf die Brücke bei Sonnenuntergang magisch. Das Essen ist fantastisch!! Wenn du nicht die vielen Treppenstufen gehen möchtest: Der imposante Fahrstuhl ist kostenfrei.

Wenn du es verpasst hast zu reservieren (so wie wir ;-), wartet man. Pedro hat den Überblick und man kann sich schon mal mit einem Getränk den Sunset anschauen.

Noch einmal Lissabon

Im Antiga Casa Marítima in Trafaria

An unserem Tag, den wir komplett in Lissabon verbracht haben, sind wir durch die Altstadt Alfama gewandert und haben den Stadtteil Chiado mit dem berühmten Fahrstuhl „Santa Justa“ besucht. Wirklich sehenswert!

Aber nun mein Tipp: Zu Abend gegessen haben wir direkt bei unserem Guesthouse in Trafaria im „Antiga Casa Marítima“ am Ufer mit Blick wieder auf Lissabon. Eine unerwartet herzliche Stimmung und fantastisches Essen!

Daraus ergibt sich mein Tipp: Schaut, wo die Einheimischen essen gehen, und folgt nicht immer den Reiseführern. Denn wenn die etwas empfehlen, ist's bestimmt kein Geheimtipp mehr!

Lieber Landstraße als Autobahn

Wasserfall Silva Escura

Wir haben unsere Navieinstellung immer so eingestellt, dass wir möglichst Mautstraßen vermeiden. Nicht zwingend, um Geld zu sparen, so teuer ist es hier eigentlich nicht.

Nein, wir lassen uns Zeit und fahren mitunter absurde Straßen, finden dort einfachste Restaurants direkt an der Straße und erleben auf unseren Reisen stets Überraschendes.

Per ChatGPT haben wir uns eine Reiseroute erstellen lassen, die uns sogar an einem unfassbar tollen Wasserfall vorbeigeführt hat.

Alle diese schönen Dinge hätten wir verpasst, wenn wir schlicht die schnellste Wegstrecke gewählt hätten.

Die N379-1 durch den Arrábida-Nationalpark

Blick hinunter von der N379-1

Dagegen ist der Highway 1 in Kalifornien nichts! Wir haben Bauklötze gestaunt. Die Straße N379-1 führt von dem schönen Weinort São Lourenço durch den Nationalpark Arrábida direkt an der Küste entlang mit einem sensationellen Blick auf die Strände der Halbinsel Tróia nach Setúbal.

Der beeindruckendste Teil ist der, wenn man direkt ganz oben auf dem Grat des Gipfels fährt und zur einen Seite das Tal sieht und zur anderen Seite auf die Weite des Meeres blickt.

Wir haben unzählige Male anhalten müssen, um zu staunen und zu fotografieren. Und so dauern die wenigen Kilometer am Ende bestimmt eine ganze Stunde.


Reisebericht Teil 1: Porto – Lissabon – Aljezur

Unsere Reise ist nicht spontan!! Wir haben sie tatsächlich schon ein Jahr vorher geplant und komplett gebucht. Wir haben als Erstes die Unterkünfte recherchiert, eine Auswahl getroffen und dann auch zugeschlagen, als sie buchbar waren. Ziemlich genau 12 Monate vorher waren sie anwählbar. Wir haben bei der Auswahl darauf geachtet, dass wir sie noch wenige Tage vor Reiseantritt stornieren können und dass wir nur maximal die Hälfte anzahlen. So haben wir tatsächlich nur ein Drittel von dem bezahlt, was Spontanbucher zahlen.

Wie du weißt, lieben wir es ja einfach und sind im Komfort „anspruchslos“. Es ist uns aber wichtig, dass wir uns auf jede Unterkunft freuen können und dass wir dort einen Wohlfühlfaktor haben. Sie müssen eine gute Lage haben, sauber und irgendwie auch liebevoll angeboten werden. Da kann es auch gerne mal sein, dass sie nur 15 qm haben, wie in Raposeira, oder wir ein Gemeinschaftsbad teilen und eine für alle Bewohner zu nutzende Außenküche wie in Arrifana haben.

Flug und Mietauto haben wir auch schon so etwa 10–11 Monate vorher gebucht und wie sich herausgestellt hat, haben wir dadurch auch noch einmal reichlich Geld sparen können. By the way, eine Reiserücktrittsversicherung macht dann natürlich Sinn.

So viel zur Reisevorbereitung. Einmal gebucht, wurde ein ganzes Jahr vorgefreut und viiiiel recherchiert. Jetzt genießen wir eine wirklich einzigartige, entspannte Reise mit so vielen besonderen Momenten.

Porto, Gaia
(1) Porto, Gaia
Ponte Luís I
(2) Ponte Luís I
Tasquina dos Guindais
(3) Tasquina dos Guindais

Gestartet sind wir in Porto (1), 2 Tage wohnten wir auf der Südseite, in Gaia, was wir unbedingt empfehlen können. Gaia ist die Portweinseite. Von hier aus über die imposante, von Gustave Eiffel erbaute Eisenbrücke Ponte Luís I (2) in die verwinkelte Altstadt von Porto ist es auch zu Fuß nicht weit. Wir haben in einer Treppenkneipe einfach draußen frisch gegrillte Sardinen genossen (3) und sind mit Leihfahrrädern an den Südstrand gefahren.

Dann ging es weiter nach Nazaré. Für eine Strecke, die per Autobahn maximal 2 Stunden dauert, haben wir uns den ganzen Tag Zeit genommen, sind wunderschöne Straßen gefahren, haben an einem Wasserfall ein Bad genossen (siehe oben) und am Straßenrand – wir haben immer auf die einfachen Restaurants mit roten Stühlen geachtet – herrlich zu Mittag gegessen und neue Bekanntschaften gemacht. Danke Monica für die Hilfe bei der Bestellung ;-)

Nazaré, Essen direkt vor der Haustür
(4) Nazaré, Essen genießen direkt vor der Haustür
Am Strand von Nazaré
(5) Am Strand von Nazaré
Surfmuseum Nazaré
(6) Surfmuseum Nazaré

In Nazaré (4) hatten wir ein liebevolles kleines Apartment fast direkt am Strand (5). Was wir bei aller Planung nicht bedacht hatten: Wir waren an einem Freitag, einem Feiertag, und zwar Mariä Himmelfahrt, dort. Hätten wir das gewusst, hätten wir mitgefeiert, statt aus dem Schlaf hochzuschrecken, als die Bässe gefühlt durch unser Schlafzimmer rollten. Nazaré ist toll und vor allem der berühmte Leuchtturm mit seinem Surfmuseum bzw. einer Hall of Fame der berühmtesten Big-Wave-Surfer (6), die hier schon gesurft sind, sehenswert und definitiv eine Reise wert.

Guesthouse Casa Barr in Trafaria
(7) Guesthouse Casa Barr, Trafaria

Zwei Nächte Nazaré und dann ging es mit einem Abstecher zunächst zu der kleinen Halbinsel Baleal bei Peniche und dann durch die wunderschöne kleine Stadt Ericeira weiter nach Lissabon. Auch hier war unsere Unterkunft auf der Südseite der Stadt in Trafaria, einem kleinen unscheinbaren Ort, der sich als sehr liebenswert entpuppt hat. Besonders unsere Unterkunft war klasse. Die Casa Barr (7), ein Guesthouse mit Pool, hat großartige, luftige, helle Zimmer. Hier haben wir uns super wohlgefühlt. 2 Abende mit 2 Restaurant-Empfehlungen, siehe oben.

Gemüsestand vor Aljezur
(8) Gemüsestand vor Aljezur

Von Lissabon sind wir noch einmal eine etwas längere Strecke über Porto Covo (wir lieben diesen Ort) nach Arrifana gefahren. Vorher haben wir aber noch einen Abstecher über Setúbal gemacht und sind, wie oben schon beschrieben, die unfassbar schöne Straße N379-1 gefahren, die einen atemberaubenden Blick auf die Halbinsel Tróia bietet. Zwischen Porto Covo und Aljezur haben wir uns dann mit frischen Zutaten für unser erstes, wieder selbst gekochtes Essen versorgt. Zahlreiche Stände direkt an der Straße bieten die leckersten regionalen Produkte an (8).

Strand bei Aljezur
(9) Strand bei Aljezur

Und dann waren wir da! Wieder in Arrifana. Angekommen! Die Strände Arrifana und Monte Clérigo sind unsere absoluten Herzensstrände (9). Nicht umsonst heißt die Piri-Piri-Mischung eben auch CLÉRIGO.

In unserer Unterkunft hier konnten wir dann eben auch wieder nach Herzenslust kochen! Und das haben wir auch gemacht. Die beiden Rezepte, die ich dort gekocht habe, findest du weiter unten.

So, und nun sind wir in Raposeira, fast am südwestlichsten Zipfel Europas. Das ist ein kleines, verwinkeltes Dorf mit vielen hübschen kleinen Häuschen, die man mieten kann. Unseres ist, glaube ich, mal so eben 15 qm groß und hat alles, was man braucht.

Was wir hier erleben und kochen, das gibt es dann im Reisebericht Teil 2 im nächsten Salzbrief. Wenn du genauere Infos und Tipps haben möchtest, dann schreibe mir gerne!!


Pasta mit Schweinebäckchen

Pasta mit Schweinebäckchen

Hier in Aljezur an der Frischetheke bekommt man immer frische Schweinebäckchen aus der Region. Bei uns in Deutschland muss man die meist beim Schlachter seines Vertrauens vorbestellen. Also hatte ich mich drauf gefreut, eine deftige Pasta zu kochen, denn auch die Kochbedingungen luden dazu ein. Das Ergebnis war umwerfend! Nichts für Veganer. Man kann natürlich das Fleisch weglassen, aber dann ist's für mich nur der halbe Spaß. Kochtechnisch und geschmacklich.

Hier also mein einmaliges Freestyle-Rezept:

Zutaten für 3–4 Portionen:

  • 4–5 Schweinebäckchen
  • 1 Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 10 grüne Pimientos de Padrón
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Senf
  • 200 ml Sahne, Hafersahne o. Ä.
  • ein Glas Weißwein
  • Strandküche LISTA, LAESØ, ANHOLT und CLÉRIGO (PIRI PIRI)

Und so hab ich es gemacht:

  1. Zunächst habe ich Zwiebeln, Knoblauch und die Pimientos glasig in Öl und Butter angebraten und natürlich die Penne aufgesetzt.
  2. Dann habe ich schon die Bäckchen in die Pfanne gegeben und von allen Seiten angebraten.
  3. Tomatenmark und Senf dazu, etwas warten und dann mit Weißwein ablöschen. Mit LAESØ, LISTA und ANHOLT sowie einem TL CLÉRIGO würzen. Deckel drauf und für 10–15 Minuten köcheln lassen.
  4. Etwas Nudelwasser und die Sahne dazugeben und nochmals ca. 5 Minuten weiterkochen.
  5. Jetzt nur noch die fertigen Penne unterheben und servieren.

Wenn ich nach Monte Clérigo fahre, dann muss ich natürlich auch eine Dose PIRI PIRI mitnehmen. Schließlich habe ich diese Mischung CLÉRIGO getauft. Und tatsächlich habe ich mein bestelltes Grillhähnchen noch mit meinem Gewürz veredelt.


Kartoffelpfanne mit Pfirsich, Tomate und Gurke

Kartoffelpfanne mit Pfirsich, Tomate und Gurke

Endlich wieder kochen. In Arrifana in der Living Lodge mit Meerblick hatten wir eine tolle Außenküche mit kräftigen Gasherden. An einem Straßenstand hatten wir uns auf der Reise hier runter etwas Gemüse gekauft. Und schon hatte ich da so eine Idee bekommen. Und tatsächlich habe ich eine einfache, schnelle Kartoffelpfanne gemacht. Der Clou: Pfirsich!

Zutaten:

  • 3 große Kartoffeln, gewaschen und in grobe Stücke geschnitten
  • 1 große Tomate, gewürfelt
  • 1 halbe Salatgurke, gewürfelt
  • 1 halber Pfirsich, in Scheiben geschnitten
  • 1 halbe Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Süßkartoffel, geschält und klein geschnitten
  • Olivenöl, Butter, Strandküche LAESØ, LISTA und ANHOLT

Und so geht's:

  1. Kartoffeln 10 Minuten mit viel Salz kochen, abgießen und beiseitestellen.
  2. Zwiebeln, Knoblauch und die Süßkartoffel in Olivenöl anbraten.
  3. Jetzt kommt ein Stich Butter in die Mitte der Pfanne und die fertig gekochten Kartoffeln mit der Schnittseite nach unten dazu. Diese sollen jetzt noch gut 10 Minuten anbraten. Mit Strandküche LAESØ, LISTA und ANHOLT würzen.
  4. Jetzt kommen die restlichen Zutaten für 2–4 Minuten dazu.

Sonnenuntergang in Nazaré
Sonnenuntergang in Nazaré, 16. August 2025

Dieser Salzbrief ist am 2025 per Mail rausgegangen. Seitdem kann sich manches geändert haben: Einige Mischungen von damals gibt es nicht mehr, Preise und Angebote galten nur zum Versandtag. Wo etwas heute nicht mehr stimmen würde, hab ich es angepasst. Was es aktuell gibt, findest du im Shop, die alten Mischungen im Archiv.