Salzbrief #37 · 20. September 2026
Die Woche · Avocado-Ei-Tomaten-Salat · KLITMØLLER ohne Grill · Schwarze Knoblauch-Bohnen · Bratkartoffeln mit Rührei
Was man kocht, wenn man eigentlich Belege sortiert
Grüße aus Schuby! Diese Woche hatte mich die Buchhaltung im Griff. Belege, Zahlen, Bürokratie. Das ist so gar nicht meine Welt. Ich bin darin ausgebildet und weiß im Prinzip auch, worum es geht. Spaß macht es mir trotzdem nicht. Ich bin einfach froh, wenn ich durch bin.
Zum Kochen kam ich deshalb kaum. Nur kurze Pausen zwischendurch. Also gab es drei schnelle Sachen. Und alle drei waren richtig gut.
Eine davon ist mein Lieblingsessen, als ich achtzehn war. Aus diesem Gericht ist später meine LAESØ-Mischung entstanden. Das ist mir beim Essen selbst erst wieder eingefallen. Aber der Reihe nach.
Und noch etwas ist mir aufgefallen: In zwei von drei Gerichten steckt KLITMØLLER. Meine BBQ-Mischung. Ohne dass ein Grill in der Nähe war.
Rezept: Avocado-Ei-Tomaten-Salat

Zehn Minuten, mehr nicht. Und satt macht er auch.
Zutaten für eine große Portion: 1 Avocado · 2 Eier · 1 Tomate · eine Handvoll Walnüsse · ein paar Basilikumblätter · fürs Dressing Hummus, Joghurt, Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Agavendicksaft · LAESØ und KLITMØLLER
Die Eier hart kochen und abschrecken.
Aus Hummus, Joghurt, Olivenöl, Zitronensaft, Senf und Agavendicksaft ein Dressing rühren. Mit LAESØ und KLITMØLLER abschmecken.
Avocado, Eier und Tomate in Stücke schneiden, die Walnüsse grob hacken. Alles mit dem Dressing mischen.
Ganz zum Schluss das Basilikum darüber.

KLITMØLLER kann mehr als Grill
Das ist mir diese Woche selbst aufgefallen: Meine BBQ-Mischung stand zweimal auf dem Tisch, und der Grill blieb beide Male kalt.
In KLITMØLLER stecken unter anderem Koriandersamen, Paprika, Majoran und Meersalz. Paprika kommt aus getrockneten Schoten, und ein Teil dieser Röstaromen ist schon im Pulver drin, lange bevor irgendetwas auf dem Rost liegt. Koriandersamen bringen eine warme Zitrusnote mit. Zusammen geben die beiden dem cremigen Dressing eine würzige Kante, die Joghurt und Hummus allein nicht hinbekommen.
Und bei den schwarzen Bohnen gleich unten macht KLITMØLLER genau dasselbe: Es trägt Tomatenmark und Miso, ohne dass es nach Grillabend schmeckt.
Wenn du die Mischung bisher nur für Fleisch und Ofengemüse benutzt hast, probier sie mal kalt. In ein Dressing, über Ofenkartoffeln, in einen Dip.
Rezept: Schwarze Knoblauch-Bohnen

Fünfzehn Minuten, höchstens
Mit Reis vom Vortag daneben ist das ein vollständiges Mittagessen. Die Idee stammt wieder aus „Deliciously Ella mit Freunden“ von Ella Woodward - dem Buch, aus dem ich dir letzte Woche schon den Orangen-Polenta-Kuchen gezeigt habe. Ich komme im Moment nicht davon los.
- Knoblauch fein hacken und mit Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft, LAESØ, LISTA und etwas KLITMØLLER eine Minute in den Topf geben.
- Abgespülte schwarze Bohnen dazu, dann Tomatenmark und Misopaste.
- Zehn Minuten köcheln lassen.
- Reis vom Vortag daneben, ein paar Korianderblätter darüber. Fertig.
Super delicious. Anders kann ich es nicht sagen.
Rezept: Mein Lieblingsessen mit achtzehn - und woher LAESØ kommt
Kein Foto diesmal. Am Mittwoch hatte ich mir das nur eben so gemacht und überhaupt nicht vor, es in den Salzbrief zu nehmen. Tja.
Bratkartoffeln, Rührei und Tomate. Das war mein Lieblingsessen, als ich achtzehn war. Heute mache ich die Kartoffeln vorher wie Papas Arrugadas, die ich dir vor zwei Wochen gezeigt habe:
- Zehn kleine Kartoffeln halbieren und in einen Topf geben, in dem alle den Boden berühren. So viel Wasser dazu, dass sie gerade eben bedeckt sind, plus ein Esslöffel Salz. Normales Salz, kein LAESØ.
- Kochen lassen, bis das Wasser verkocht ist. Danach noch einen Augenblick auf der Flamme stehen lassen.
- In einer Pfanne mit Olivenöl kurz und leicht anbraten.
- Ein bis zwei Tomaten vierteln, leicht mit LAESØ bestreuen und daneben in die Pfanne legen.
- Nach ein bis zwei Minuten in der Mitte Platz machen. Drei bis vier verquirlte Eier mit einer Prise LAESØ hineingeben, ein- bis zweimal umheben. Innen darf das Ei ruhig noch weich sein.
Und jetzt kommt die Sache, die mir beim Essen wieder eingefallen ist. Genau dieses Gericht ist der Ursprung von LAESØ. Schon damals habe ich meine Tomaten mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und einer kleinen Prise Zucker gewürzt. Und genau das steckt heute in der Dose: Sel de Guérande, Tellicherry-Pfeffer, Thymian und eine kleine Prise Muscovado.
Die Mischung war also schon fertig, als ich achtzehn war. Ich habe nur Jahrzehnte gebraucht, um sie in eine Dose zu füllen.
Die Prise Zucker macht sich übrigens nicht nur an der Tomate gut. An den Kartoffeln auch.
