Salzbrief #34 · 30. August 2026
Die Woche · Cremige Blumenkohl-Tomatensuppe · Knoblauch in der Schale
Irgendwie eine magische Woche!
Grüße aus Schuby! Noch einmal ein paar wundervolle Sommertage. Und irgendwie war in dieser Woche dauernd etwas los – nichts Weltbewegendes, aber lauter Sachen, die am Ende ziemlich viel gute Laune gemacht haben.
Unter anderem gab es ein herrliches Lammessen. Manchmal darf es für uns ein Stück Fleisch sein. Wir hatten Lammsteaks, dazu Backkartoffeln und eine Pfifferling-Rahmsoße.
Beim Braten habe ich einen neuen Knoblauchtrick für mich entdeckt: ganze Zehen in der Schale mit in die Pfanne legen. Nur die ganz lose Schale abnehmen, den Rest dranlassen. Am Ende fällt die weiche Zehe fast von allein heraus. Kurz in der Pfanne musen und auf das fertige Fleisch streichen – wirklich unfassbar gut.
Das Essen war eigentlich gar nicht für den Salzbrief gedacht. Meine Frau fand es aber so lecker, dass ich es unbedingt noch einmal knipsen musste, um es dir zu zeigen.
Am Donnerstag begann dann wieder unser geliebtes NØRDEN Festival in Schleswig. Tolles Wetter, diese einmalige Atmosphäre auf den Königswiesen und gleich zwei ziemlich unterschiedliche Konzerte: krasser Rock von The Sensitives aus Schweden und danach Sun Byrd aus Norwegen mit einer traumhaft chilligen Mischung aus Jazz, Rock und Soul. Bei manchen Stücken musste ich an Lionel Richie denken. Oh Gott, das ist bestimmt eine Beleidigung für die Künstler. War aber ausdrücklich nett gemeint.
Und am Freitag hatten wir Glück bei der Schleswiger Lampionfahrt. Wir hatten uns erst kurz vorher entschieden, mit unserem Boot mitzumachen. Bis kurz nach acht schüttete es allerdings aus allen Eimern.
Die Wartezeit haben wir an Deck genutzt und ich habe für alle eine schnelle Tomatensuppe gekocht. Dazu frisches Sauerteigbrot. Ich habe die ganz schnelle Version gemacht und Blumenkohl, Rosenkohl und das komplette Topping einfach weggelassen.
Dann riss es auf. Vollmond und Sterne am Himmel, spiegelglattes Wasser und überall bunte Schiffe, die wie wir bis hoch über die Toppen beleuchtet waren.
Also irgendwie eine magische Woche.
Das vollständige Suppenrezept findest du weiter unten. Und ich erkläre dir noch, warum der Knoblauch aus der Schale so viel milder und cremiger herauskommt als eine gehackte Zehe.

Das Lamm vom Aufmacher – so habe ich es gemacht
Das war eigentlich gar nicht als richtiges Rezept für den Salzbrief geplant. Weil das Bild nun aber schon ganz oben steht und meine Frau das Essen so lecker fand, kommt hier wenigstens die kurze Anleitung. Genaue Mengen brauchst du dafür nicht.
Die Kartoffeln schälen, vierteln und fünf Minuten vorkochen. Abgießen, mit Olivenöl und Rosmarin oder ANHOLT vermischen und zusammen mit zwei ganzen Knoblauchzehen in der Schale auf ein Backblech geben. Bei 200 Grad ungefähr 30 Minuten backen, bis die Kartoffeln ordentlich Farbe haben.
Die Pfifferlinge mit geschnittenen Frühlingszwiebeln in etwas Olivenöl und Butter anbraten und mit LAESØ würzen. Ich hatte noch eine Handvoll Erbsen vom Vortag, die kamen einfach mit hinein. Mit Sahne oder Hafersahne ablöschen und kurz cremig einkochen lassen.
Die Lammkoteletts oder Steaks in einer sehr heißen Pfanne mit etwas Butter braten. Zwei weitere Knoblauchzehen in der Schale mit in die Pfanne legen. Bei meinen Stücken reichten ungefähr anderthalb Minuten je Seite. Anschließend mit LAESØ salzen, mit LISTA pfeffern und zwei bis vier Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Zum Schluss die weichen Knoblauchzehen aus der Schale drücken, mit einer Gabel musen und auf das Fleisch streichen. Das war für mich tatsächlich der beste Teil.
Zwei Sommergerichte von euch
Letzte Woche hatte ich dich nach deinem liebsten Sommergericht gefragt. Und tatsächlich kamen zwei Antworten, über die ich mich wirklich gefreut habe.
Einmal eine Kartoffel-Gemüse-Pfanne mit Kartoffeln oder Süßkartoffeln, Zucchini, Paprika, Aubergine, roter Zwiebel und Knoblauch – gewürzt mit LISTA und LAESØ. Die vegetarische Pfanne ist für alle da, Würstchen oder Bratwurst gibt es bei Bedarf einfach daneben.
Und als zweite Idee: eine Tomaten-Melonen-Gazpacho. Mehr stand in der Nachricht gar nicht. Musste aber auch nicht – ich hatte sofort eine ziemlich kalte, fruchtige Suppe vor Augen. Und eine Idee ;-)
Beides klingt so gut, dass ich daraus bald meine eigenen Varianten kochen möchte. Danke für die Ideen!
Rezept

Cremige Blumenkohl-Tomatensuppe mit Kokosmilch
Am Freitag musste es schnell gehen. Deshalb habe ich Blumenkohl, Rosenkohl und das Topping weggelassen. Wenn etwas mehr Zeit ist, lohnt sich aber die vollständige Version: cremige Tomatensuppe, gerösteter Rosenkohl, warme Tomaten und knackige Walnüsse.
Zutaten für 2 Portionen
½ Blumenkohl, in kleine Röschen geteilt
1 Dose gehackte Tomaten, ca. 200 ml
1 Dose Kokosmilch, ca. 200 ml
1 daumengroßes Stück Ingwer, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, in Scheiben geschnitten
½ rote Peperoni, entkernt und fein gehackt
2 EL Olivenöl
Ein paar Rosenkohlröschen, geputzt und geviertelt
6 kleine Strauchtomaten, geviertelt
1 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
1 Tasse Wasser
ANHOLT und LAESØ
Zubereitung
Einen Esslöffel Olivenöl erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Blumenkohl darin zwei bis drei Minuten anschwitzen. Mit ANHOLT und LAESØ würzen, das Wasser dazugeben und etwa fünf Minuten köcheln lassen.
Gehackte Tomaten und Kokosmilch dazugeben. Weitere fünf bis zehn Minuten sanft kochen, bis der Blumenkohl weich ist.
Für das Topping den zweiten Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Rosenkohl darin ungefähr acht Minuten goldbraun rösten. Walnüsse eine Minute mitrösten, anschließend die frischen Tomaten dazugeben und noch ein bis zwei Minuten braten. Mit LAESØ abschmecken.
Die Suppe fein pürieren und noch einmal mit ANHOLT und LAESØ abschmecken. Falls etwas fehlt, helfen ein paar Tropfen Balsamico, Sojasoße oder Worcestersoße.
Suppe in Schalen füllen und das geröstete Topping darauf verteilen. Zum Schluss ein paar Tropfen Olivenöl darübergeben.
Die schnelle Boots-Version
Blumenkohl, Rosenkohl, Walnüsse und frische Tomaten weglassen! Die Suppe ohne Topping kochen und beim Wasser vorsichtig sein: erst wenig dazugeben und nach dem Pürieren entscheiden, ob noch etwas fehlt. Geht ehrlicherweise ziemlich schnell das Ganze. Und war toll lecker mit frischem Sauerteigbrot und kaltem Bier serviert.
Zwei, die bei mir fast immer an der Suppe stehen
Für diese Suppe nehme ich LAESØ und ANHOLT.
LAESØ bringt Meersalz, Thymian, Tellicherry-Pfeffer und diese ganz kleine Prise Muscovado mit. ANHOLT ergänzt Rosmarin, Zitronenthymian, Salbei und Ingwer. Zusammen machen die beiden aus Tomaten, Kokosmilch und ein paar frischen Zutaten ziemlich schnell eine ordentlich gewürzte Suppe.
Knoblauch-Klugscheißerwissen: Warum Knoblauch in der Schale so mild wird
In einer unversehrten Knoblauchzehe sind ein Enzym namens Alliinase und sein Ausgangsstoff Alliin weitgehend voneinander getrennt.
Erst wenn du die Zehe schneidest, hackst oder zerdrückst, treffen beide aufeinander. Dabei entsteht unter anderem Allicin – einer der Stoffe, die rohen Knoblauch so scharf und durchdringend machen.
Legst du die Zehe dagegen ganz in die warme Pfanne, wird sie erhitzt, bevor du sie zerdrückst. Die Alliinase reagiert sehr empfindlich auf Wärme. In einer Untersuchung entstanden aus gekochten, ganzen Zehen deutlich weniger flüchtige Schwefelverbindungen als aus derselben Menge zerdrücktem Knoblauch.
Das ergibt einen ziemlich einfachen Küchenkompass:
Für kräftigen Knoblauch: die Zehe zerdrücken oder fein hacken und erst danach kurz und möglichst sanft erhitzen.
Für ein runderes Knoblaucharoma: in Scheiben schneiden und in Olivenöl anschwitzen.
Für besonders milden Knoblauch: die ganze Zehe erhitzen und erst anschließend musen.
In der Schale bleibt sie außerdem besser zusammen und lässt sich, solange die Hitze nicht zu stark ist, sehr unkompliziert mitbraten.
