Salzbrief #33 · 23. August 2026
Die Woche · Penne mit Erbsen-Zitronen-Pesto · Warum Nudelwasser hilft · Dein liebstes Sommergericht
Manchmal geht's auch daneben
Grüße aus Schuby! Diese Woche war unspektakulär. Wirklich. Muss ja auch mal sein.
Immerhin habe ich auf Instagram ein Rezept für Pasta mit Erbsen-Zitronen-Pesto gefunden und ausprobiert. Ich fand’s geschmacklich ziemlich geil. Meine Frau nicht so.
Fairerweise hatte sie drei ziemlich gute Argumente: Den glutenfreien Penne fehlte noch ungefähr eine Minute, durch die ganze Fotografiererei war das Essen inzwischen kalt geworden – und den Speck hätte es ihrer Meinung nach auch nicht gebraucht.
Eine Pasta für den Salzbrief zu kochen und sie dann durch die Fotografiererei für den Salzbrief schlechter zu machen, muss man auch erst einmal schaffen.
Das Pesto selbst fand ich aber wirklich klasse: Erbsen, Basilikum, Minze, Kapern, Parmesan und Zitronenschale. Dazu LAESØ, LISTA und ganz zum Schluss eine kleine Prise frisch gemörserter roter Kampot-Pfeffer. Der ist eine Macht!
Beim nächsten Mal würde ich statt des Speck ein paar eingelegte getrocknete Tomaten anbraten. Und weil mir das Pesto nun einmal sehr gut gefallen hat, bekommt es noch eine zweite Chance auf geröstetem Sauerteigbrot.
Außerdem brauche ich deine Hilfe: Weiter unten möchte ich wissen, welches Sommergericht für dich unbedingt auf den Tisch gehört.
Und was ist dein Sommergericht?
Schreib mir gerne dein liebstes Sommergericht. Ein Wort oder ein Satz genügt.
Eines davon koche ich nach und stelle es in einem der nächsten Salzbriefe vor. Mit deinem Namen, wenn du magst.
Rezept

Penne mit Erbsen-Zitronen-Pesto
Die Grundidee habe ich bei Sandro Zinggeler auf Instagram entdeckt und für unsere Küche etwas verändert.
Zutaten für 2 Personen
250 g Penne
250 g TK-Erbsen
2 Knoblauchzehen
1–2 TL Kapern
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
50 g geriebener Parmesan, gern etwas mehr zum Servieren
1 EL geröstete Pinienkerne
100–120 ml Olivenöl
1 Bund Basilikum
3–4 Minzblätter
LAESØ
LISTA
eine kleine Prise roter Kampot-Pfeffer, frisch gemörsert
80–100 g Bauchspeck
Bei mir waren es tatsächlich 180 g Speck, weil ich vom ursprünglichen Rezept nur die Pastamenge halbiert hatte. Rückblickend war das für zwei Personen schon eine ziemlich ordentliche Ladung.
Vegetarische Alternative: 3–4 eingelegte getrocknete Tomaten abtropfen lassen, klein schneiden und kurz knusprig anbraten. Vegan wird die Pasta, wenn du zusätzlich den Parmesan ersetzt oder weglässt.
Zubereitung
Die ungeschälten Knoblauchzehen mit einer Gabel einstechen und bei 180 °C Umluft etwa 10–15 Minuten im Ofen rösten. Anschließend schälen.
Die Erbsen in gesalzenem Wasser eine Minute blanchieren, in Eiswasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Einige Erbsen für den fertigen Teller beiseitelegen.
Erbsen, Knoblauch, Kapern, Zitronenabrieb, Parmesan, Pinienkerne, Olivenöl, Basilikum und Minze fein pürieren. Mit LAESØ und LISTA abschmecken.
Den Speck klein schneiden, knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Alternativ die getrockneten Tomaten kurz anbraten.
Die Pasta bissfest kochen – ruhig die entscheidende Minute länger als bei mir. Vor dem Abgießen zwei Kellen Kochwasser zurückbehalten.
Pasta und gewünschte Menge Pesto in einer Pfanne vermischen. Nach und nach etwas Kochwasser dazugeben und kräftig schwenken, bis das Pesto cremig an den Nudeln haftet.
Mit Parmesan, Speck oder Tomaten, den restlichen Erbsen und einer kleinen Prise frisch gemörsertem Kampot-Pfeffer servieren. Und dann bitte direkt essen. Die Fotos sind vorher vorzubereiten.
Guten Appetit!

Noch mehr Pesto?
Auf meiner Website findest du noch zwei weitere Ideen:
Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto
Iberico-Karree mit Kürbispüeree und schnellem Koriander-Minz-Pesto
Warum zwei Kellen Nudelwasser keine Nebensache sind
Olivenöl und Wasser trennen sich normalerweise voneinander. Die Stärke, welche die Nudeln beim Kochen abgeben, erhöht die Viskosität des Wassers und hilft dabei, die kleinen Öltröpfchen besser verteilt zu halten.
Dadurch verbindet sich ein ölhaltiges Pesto leichter mit der Pasta und liegt nicht einfach als grüner Klumpen zwischen den Nudeln.
Das Kochwasser deshalb nicht komplett wegschütten, sondern nach und nach dazugeben und die Pasta dabei kräftig bewegen. Zwei Kellen bereitzuhalten ist gut – hineingießen muss man sie aber nicht blindlings.
Und bei Pesto gilt: Erst den Fotoplatz vorbereiten, dann die Nudeln abgießen. Habe ich jetzt auch gelernt.
Pesto auf Sauerteigbrot

Manche Dinge sind sehr naheliegend – und trotzdem kommt man nicht darauf. Pesto auf Brot zum Beispiel. Ist ziemlich klasse!
Sauerteigbrot rösten und noch warm ganz leicht mit einer angeschnittenen Knoblauchzehe abreiben. Erbsen-Zitronen-Pesto daraufstreichen und ein paar Parmesan-Raspel darübergeben.
Zum Schluss etwas LISTA, geröstete Pinienkerne und ein wenig frischen Zitronenabrieb darüber. Fertig ist das Mittagessen – und der Speck wird hier wirklich nicht vermisst.
