Salzbrief #30 · 2. August 2026
Die Woche · Gazpacho · Warum Tomate und Olivenöl zusammengehören
Die Woche
Grüße aus Schuby! Eigentlich wollte ich heute die neue Website launchen. Eigentlich.
Aber es ist bei mir gerade ein bisschen wie mit dem Berliner Flughafen. Immer wenn ich denke, nun kann es losgehen, entdecke ich noch einen Fehler. Dann noch einen. Und plötzlich sitze ich wieder zwischen Texten, Links, Bildern und irgendwelchem Kleinkram, von dem ich vorher nicht einmal wusste, dass es ihn gibt.
Also: Verschieben wir das Ganze um eine Woche. Was soll’s. Lieber noch einmal sauber ran, als mich hinterher über halbfertige Ecken zu ärgern.
Ansonsten war dies unsere erste Woche nach dem Urlaub. Entsprechend viel ist liegen geblieben – bildlich und leider auch ganz praktisch.
Heiß war es auch. Wirklich heiß. Bei uns gab es deshalb natürlich eine Gazpacho. Eiskalt, tomatig, mit viel gutem Olivenöl. Dazu ein ebenso kaltes Bier. Sommerlicher kann für mich ein Mittagessen kaum sein.
Warum mich Gazpacho sofort wieder nach Tarifa bringt, erzähle ich dir weiter unten. Dort findest du auch den Link zu meinem Rezept.
Und nun halte ich den Salzbrief heute tatsächlich kurz. Ich muss zurück an diese Website. Vielleicht werde ich ja doch noch vor dem BER fertig.
Rezept: Gazpacho – kalte Gemüsesuppe für heiße Tage

Gazpacho, Tarifa und ein eiskaltes Bier
Meine erste Gazpacho hatte ich rund um das Jahr 2000 in Tarifa. Mittags, in einem kleinen Restaurant auf dem Campingplatz Torre de la Peña, direkt am Wasser.
Draußen war es heiß, vor mir stand eine eiskalte Gazpacho und dazu gab es ein kaltes Bier. Ich weiß gar nicht mehr, was wir an diesem Tag sonst noch gemacht haben. Aber an dieses Mittagessen erinnere ich mich bis heute.
Vielleicht, weil alles zusammenpasste: die Hitze, das Meer, der Blick auf den Strand und diese kalte, kräftige Suppe aus Tomaten, Gurke, Paprika und Olivenöl.
Seitdem ist Gazpacho für mich der Inbegriff eines heißen Tages. Sie muss wirklich gut durchgekühlt sein und die Tomaten müssen Geschmack haben. Der Rest ist ziemlich einfach.
Hier geht es zu meinem Rezept:
Warum das Olivenöl mit in den Mixer gehört
Tomaten enthalten Carotinoide, darunter Lycopin. Diese Pflanzenstoffe sind fettlöslich.
In einem Laborversuch waren aus rohen Tomaten ohne Ölemulsion rund 8 Prozent der Carotinoide messbar. Zusammen mit einer Olivenölemulsion waren es rund 32 Prozent.
Das war ein Laborversuch und keine Untersuchung an Menschen. Interessant ist es trotzdem: Tomate und Olivenöl gehören offenbar nicht nur geschmacklich ziemlich eng zusammen.
Für die Gazpacho bedeutet das ganz praktisch: Das Olivenöl nicht ausschließlich oben auf die fertige Suppe träufeln, sondern gründlich mitmixen. Dadurch wird die Gazpacho außerdem glatter und cremiger.
