Salzbrief #25 · 28. Juni 2026
Die Woche · Bunter Reissalat · Gazpacho · Reis richtig abkühlen
Alter, ist das heiß!
Grüße aus Schuby! Ich weiß ja: Im Süden wird über unsere norddeutsche Auffassung von Hitze vermutlich ein wenig gelächelt. Aber alles über 28 Grad ist für uns schon eine ziemlich klare Ansage. Am Sonntag sollen wir hier sogar an die 30 kommen. Also wird gekocht, was möglichst wenig Herd, wenig Aufwand und anschließend am besten eine große Schüssel braucht.
Bei uns war das diese Woche ein Reissalat mit allem, was gerade gut aussah: geraspelte Möhren und Zucchini, Erbsen, Tomate, Paprika, Radieschen, Orange, Frühlingszwiebel und ein paar Pinienkerne. Das Dressing war eine kleine Freihandübung aus Zitronensaft, Olivenöl, Weißburgunder, Senf, Tahin, Hummus, Agavendicksaft und LAESØ. Klingt nach ziemlich viel in einer Schüssel, wurde aber cremig, säuerlich und durch Orange und Gemüse schön saftig. Dazu gab es Merguez, nach dem Braten mit frischem Zitronensaft beträufelt.
Falls dir selbst das noch zu viel Wärme in der Küche ist, hole ich außerdem meine Gazpacho wieder aus der Rezeptethek. Mixer an, fertig. Mehr muss man bei diesen Temperaturen wirklich nicht veranstalten.
Und dann wird es hier gerade ein wenig chaotisch. Letzte Produktion, Shop, Boot und Reisevorbereitung laufen gleichzeitig. Dies ist der letzte Salzbrief aus Schuby, bevor es Richtung Dänemark und Schweden losgeht. Ob der nächste Brief schon vom Wasser kommt, entscheide ich spontan. Ich möchte mir das diesmal offenhalten. Auf Instagram kannst du unsere Reise aber wieder verfolgen.
Bunter Reissalat mit Tahin-Hummus-Dressing

Der Salat an sich ist schon ein vollständiges Essen, schmeckt kalt und lässt sich gut vorbereiten. Wer möchte, brät dazu ein paar Merguez. Ohne Würstchen bleibt er vegetarisch. Dieser Salat war mal wieder schnell zusammengeschmissen und echt mega lecker. Ich schreibe uns hier schnell einmal auf, wie ich es gemacht habe, dann kann ich das auch bald in meiner Rezeptethek speichern.
Zutaten für 2 Personen
1 Tasse Reis
2 Möhren
1 kleine Zucchini
1 Tasse gegarte Erbsen
1 Tomate
1 Spitzpaprika
2 Radieschen
1 Frühlingszwiebel
einige Stücke Orange
1 kleine Handvoll Pinienkerne
Für das Dressing
2 EL Zitronensaft – bei mir ganz unromantisch aus der Flasche
etwa 2 EL Olivenöl
1 kleiner Schuss trockener Weißwein, bei uns Weißburgunder
1 TL Senf
1 TL Tahin
1 EL Hummus
etwas Agavendicksaft
LAESØ nach Geschmack
Optional dazu
Merguez
etwas frisch gepresster Zitronensaft
Zubereitung
Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Anschließend auf einem großen Teller oder in einer flachen Schale verteilen und zügig abkühlen lassen.
Möhren und Zucchini grob raspeln. Tomate, Spitzpaprika, Radieschen und Orange klein schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
Zitronensaft, Olivenöl, Weißwein, Senf, Tahin, Hummus und Agavendicksaft verrühren. Mit LAESØ abschmecken. Ist das Dressing zu dick, noch einen kleinen Schuss Weißwein oder Wasser dazugeben.
Den abgekühlten Reis mit Gemüse, Erbsen, Orange und Dressing vermischen. Die Pinienkerne darübergeben. Wer mag, röstet sie vorher kurz ohne Öl in einer Pfanne an.
Die Merguez rundherum braten und vor dem Servieren mit frischem Zitronensaft beträufeln.
Dazu haben wir ein köstliches frisches Getränk mit viel Eiswürfel, Prosecco und unserem tollen neuen Holunderblütensirup aus dem letzten Salzbrief genossen.

Noch heißer? Dann gibt es Gazpacho

Meine kalte andalusische Gemüsesuppe kommt ohne langes Kochen aus. Gemüse, Wassermelone, etwas Weißbrot, LAESØ und Eiswürfel kommen gemeinsam in den Mixer. Das ist echt perfekt für diese Tage.
Das Rezept habe ich in meiner "Rezeptethek" und sogar ein Video dazu gemacht. Also speichere dir es unter deinen Favoriten.
Zur Gazpacho in der Rezeptethek
Warum Reis nicht stundenlang auf der Arbeitsplatte stehen sollte

Ein heißer Tipp für diese Tage!
Trockener Reis ist lange haltbar. Nach dem Kochen sieht die Sache anders aus.
Reis kann Sporen des Bakteriums Bacillus cereus enthalten. Das normale Kochen tötet die vermehrungsfähigen Bakterienzellen ab, einzelne Sporen können die Hitze jedoch überstehen. Bleibt der gekochte Reis anschließend längere Zeit lauwarm stehen, können daraus wieder Bakterien entstehen und sich vermehren.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt für viele Stämme einen Wachstumsbereich von 7 bis 48 Grad Celsius. Am wohlsten fühlen sie sich zwischen 30 und 40 Grad – also ausgerechnet bei Temperaturen, die wir an einem heißen Sommertag schnell in der Küche erreichen.
Für Reissalat bedeutet das:
Den heißen Reis nicht mehrere Stunden im Topf stehen lassen. Besser auf einem großen Teller oder in einer flachen Schale verteilen, schnell abkühlen und anschließend im Kühlschrank bei unter 7 Grad aufbewahren. Die kalten Zutaten erst untermischen, wenn der Reis ausreichend abgekühlt ist.
Das gilt übrigens ebenso für gekochte Nudeln und damit auch für Nudelsalat.
