Salzbrief #20 · 17. Mai 2026
Die Woche · Warum Tomaten Salz, Pfeffer und manchmal Zucker brauchen · Zur Feier der Woche habe ich mir unsere Lieblingspasta gegönnt
Jetzt gibt es eben Pasta
Grüße aus Schuby! Eigentlich wollte ich dir heute schon das neue Produktdesign zeigen. Aber ich bin noch nicht fertig, also noch nicht ganz. Die neuen Produkte sind angelegt, aber die Landingpage braucht noch ein bisschen Liebe, Geduld und Shopify-Nerven.
Gerade LAESØ ist bei mir unfassbar schnell wieder leer. Tomaten, Ei, Avocado, Suppe, Pasta - nach zwei Wochen ist so eine Tüte halt weggewürzt.
Ich hab's wieder diese Woche gemerkt. Tomaten würzen für meine Lieblingspasta: LAESØ. Salatdressing: LAESØ. Salattopping: ANHOLT. Avocado zum Frühstück: LAESØ. Ich kann nicht anders, für mich gibt's nichts Besseres. Gestern habe ich ein Avocado-Gewürz eines prominenten Mitbewerbers probiert. Sorry, war nicht meins. Zwiebelpulver, Knoblauch ... zum Frühstück? Och nöö, doch lieber unser LAESØ.
Apropos Lieblingspasta: Tomate, Mozzarella, gutes Olivenöl, ein bisschen Zitrone, LAESØ, ANHOLT und Parmesan. Das habe ich mir endlich einmal wieder gegönnt.
Ich hatte mir ja in den letzten Wochen eher Suppe, Ei, Gemüse und ziemlich viel Vernunft verordnet. Funktioniert auch. Erstaunlich gut sogar. Aber diese Woche war arbeitstechnisch viel zu kurz, meine Bestellauslieferungen sind schon wieder bös in Verzug, und irgendwann stand ich in der Küche und dachte: Jetzt ist auch mal gut. Jetzt gibt es eben Pasta.
Dieses Mal mit glutenfreien Penne auf Maismehlbasis. Die brauchen einen Tick länger als normale Nudeln, bei mir etwa ein bis zwei Minuten extra, bis sie wirklich schön al dente sind. Aber dann: Tomaten, Mozzarella, salzig, saftig, kräuterig. Ich sage dir: Ich liebe es!
Warum Tomaten Salz, Pfeffer und manchmal Zucker brauchen

Tomaten und Salz sind keine Nebensache.
Eine richtig gute Tomate braucht fast nichts.
Aufschneiden, ein paar Körnchen Salz, vielleicht ein Tropfen Öl, fertig. Das funktioniert, wenn die Tomate wirklich reif ist. Also warm vom Strauch, viel Sonne, dünne Schale, süß-säuerlicher Saft. Diese Tomaten erklären sich selbst.
Viele Tomaten, die bei uns auf dem Tisch landen, sind aber nicht ganz auf diesem Niveau. Nicht schlimm. Nur muss man dann ein bisschen helfen.
Und genau da beginnt gutes Würzen.
Salz ist der erste Schritt. Es zieht Wasser aus der Tomate. In der Schüssel entsteht nach ein paar Minuten dieser rote Saft, den man nicht wegkippen sollte. Da steckt Geschmack drin. Salz macht Tomaten nicht einfach nur salzig, sondern lässt sie „tomatiger“ schmecken.
Pfeffer bringt eine kleine Schärfe und Tiefe dazu. Tomaten haben Säure, Süße und viel Wasser. Pfeffer gibt dem Ganzen mehr Kontur. Nicht viel. Nur so, dass die Tomate nicht brav und flach bleibt.
Und dann kommt der Punkt, bei dem manche kurz zusammenzucken:
eine kleine Prise Zucker.
Nicht, damit Tomaten süß schmecken. Sondern damit ihre Säure runder wirkt. Tomaten enthalten unter anderem Zitronen- und Apfelsäure; je nach Sorte, Reife und Lagerung kann diese Säure stärker im Vordergrund stehen. Tomatengeschmack entsteht aus dem Zusammenspiel von Süße, Säure, Wasser und Aromastoffen. Beim Abschmecken drehen wir im Grunde nur an diesen Reglern.
Das ist im Grunde ein kleiner Küchenkompass:
Schmeckt die Tomate fad? Erst Salz.
Schmeckt sie wässrig und dünn? Etwas Salz, etwas Pfeffer, kurz stehen lassen.
Schmeckt sie spitz oder sauer? Eine winzige Prise Zucker.
Schmeckt sie schwer oder stumpf? Ein paar Tropfen Zitrone oder guter Essig.
Bei Tomaten geht es selten um viel Gewürz. Es geht um Balance.
Salz hebt. Pfeffer gibt Kante. Zucker rundet. Säure weckt auf.
Und wenn man das einmal verstanden hat, schmeckt man Tomaten anders ab. Nicht nach Rezept. Sondern nach dem, was gerade vor einem liegt.
Zur Feier der Woche habe ich mir unsere Lieblingspasta gegönnt
Glutenfreie Penne mit Tomate & Mozzarella
Das Rezept ist im Grunde die sommerliche Version von: wenig machen, aber das Richtige. Tomaten dürfen Saft ziehen. Mozzarella wird gezupft, nicht kleinwürfelig diszipliniert. LAESØ kommt früh dazu, damit die Tomaten wach werden. ANHOLT bringt Kräuter an den Teller, ohne dass man erst halbe Töpfe auf der Fensterbank abernten muss.
Und dann kommen die heißen Nudeln dazu. Bei mir waren es diesmal glutenfreie Penne auf Maismehlbasis. Wichtig: Die Packungsangabe ist oft etwas optimistisch. Ich würde sie probieren und eher 1–2 Minuten länger kochen, bis sie wirklich angenehm al dente sind.
Zutaten für 2 Personen
- 250 g glutenfreie Penne, zum Beispiel auf Maismehlbasis
- 300–400 g reife Tomaten
- 1 Kugel Mozzarella
- 3–4 EL gutes Olivenöl
- ½ Zitrone, Abrieb und etwas Saft
- 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben oder sehr fein gehackt
- 1–1½ TL LAESØ
- 1 TL ANHOLT
- optional: etwas LISTA frisch darüber
- optional: Basilikum, wenn gerade welches da ist
Zubereitung
-
Tomaten schneiden.
Kleine Tomaten halbieren, größere Tomaten würfeln. Alles in eine große Schüssel geben. -
Tomaten würzen.
LAESØ, ANHOLT, Zitronenabrieb, einen Spritzer Zitronensaft und Olivenöl dazugeben. Mit einer Gabel die Tomaten zerdrücken, so dass sich der Tomatensaft schön mit der Zitrone und dem Öl verbindet. Ich schummle immer ein bisschen und gebe einen Spritzer Agarvendicksaft dazu.
10–15 Minuten ziehen lassen, eben so lange, wie die Nudeln kochen. Die Tomaten geben jetzt noch Saft ab. -
Penne kochen.
In kräftig gesalzenem Wasser kochen. Bei glutenfreien Penne auf Maismehlbasis lieber probieren und nicht blind der Packung glauben. Bei mir brauchen sie meist 1–2 Minuten länger.
Mozzarella zupfen und zu den Tomaten geben. Ebenso, wenn du hast, ein paar Basilikumblätter. -
Knoblauch anschwitzen:
Den Knoblauch auf kleiner Hitze in etwas Olivenöl anschwitzen. Er soll nicht braun werden! -
Pasta abgießen.
Etwas Nudelwasser auffangen. Die heißen Penne in die Pfanne zum Knoblauch geben. Den Herd ausstellen und die Tomaten mit dem Mozzarella dazu geben.
Alles mischen.
Bei Bedarf einen kleinen Schluck Nudelwasser dazu geben (Aber meistens brauchst du das nicht). Nur mischen, bis alles glänzt und der Mozzarella leicht weich wird. -
Abschmecken.
Mit noch etwas LAESØ, LISTA oder Zitrone abschmecken. -
Sofort essen.
Sonst wird's schnell kalt! Guten Appetit!
