Sauerteig und Sauerteigbrot – Die Renaissance der traditionellen Backkunst
Überall, wo man hinschaut, duftet es nach herrlichem, langsam gegangenem Sauerteigbrot. In den Kühlschränken "wachsen" die Sauerteige, die oft genug sogar einen Namen bekommen, weil sie liebevoll jeden Tag genährt werden. Woher kommt dieser Hype um ein Brot, das einfach großartig schmeckt?
Auf Facebook und Instagram gibt es unzählige Videos, wie du zu Hause die tollsten Brote bäckst. Und glücklicherweise gibt es genug Nachfrage, sodass einige jüngere Bäckermeister sich wieder viel Zeit für die Herstellung ihrer Brote nehmen können. Denn klar, die sind dann auch teurer. Ich wollte es einmal genauer wissen und habe hier für dich die Fakten dazu möglichst kurz zusammengetragen.
Was also genau macht Sauerteig so besonders, und warum ist er nicht nur für Hobbybäcker, sondern auch für Profis so attraktiv?
Was ist eigentlich Sauerteig?
Sauerteig ist eine Mischung aus Wasser und Mehl, die durch die natürliche Fermentation von Mikroorganismen, hauptsächlich Milchsäurebakterien und Hefen, aktiviert wird. Diese Mikroorganismen sind überall in unserer Umgebung vorhanden und verleihen dem Sauerteig seinen einzigartigen Geschmack und seine besonderen Backeigenschaften.
Vorteile von Sauerteig
- Geschmack: Sauerteigbrot hat einen unverwechselbaren, aromatischen Geschmack, der sich deutlich von herkömmlichem Hefegebäck unterscheidet.
- Krume und Biss: Die lange Fermentation gibt dem Teig Zeit. Das Ergebnis ist eine offenere Krume, eine kräftigere Kruste und ein Brot, das sich beim Kauen ganz anders anfühlt.
- Haltbarkeit: Dank der natürlichen Säure und der Mikroorganismen bleibt Sauerteigbrot länger frisch und saftig.
- Einfachheit: Mehl, Wasser, Salz, Zeit. Mehr braucht es nicht – keine gekaufte Hefe, keine Backmischung, keine Zusatzstoffe.
Einen Sauerteig ansetzen ist kinderleicht
Ein Sauerteigansatz braucht zunächst Mehl, Wasser und Wärme. Nimm also ein altes hohes, großes Marmeladenglas, fülle 100 g Mehl und 100 ml Wasser hinein, lege den Deckel drauf und stelle es bei Raumtemperatur (ideal wären 24 °C) für 5 Tage irgendwohin, wo es sich gut fühlt. Jetzt passiert so einiges, und das Ganze kann anfangen zu müffeln. Ganz normal! Wenn er allerdings unangenehm stinkt, hat er leider nicht so gute Bakterien aufgenommen und du musst ihn entsorgen.
Wie du mit einem Sauerteigansatz ein Sauerteigbrot bäckst und ihm einen Platz in deinem Kühlschrank einräumst, das schreibe ich dir ausführlich in einem der nächsten Blogartikel.
Tipps für die Verwendung von Sauerteig
- Anfängerfreundlich: Beginne mit einem einfachen Sauerteigstarter aus Mehl und Wasser und lass ihn einige Tage bei Raumtemperatur fermentieren. Also einfach gesprochen: stehen lassen.
- Pflege: Füttere deinen Sauerteig regelmäßig mit frischem Mehl und Wasser, um ihn am Leben zu erhalten. Was heißt das? Jeden Tag einen TL Mehl und einen kleinen Schuss Wasser dazugeben.
- Experimentieren: Du kannst andere Mehlsorten ausprobieren (Weizen, Roggen, Dinkel) und mit den Fermentationszeiten spielen, um unterschiedliche Geschmacksprofile und Texturen zu erreichen.
Fazit
Sauerteig ist mehr als nur eine Zutat – er ist eine Lebenseinstellung, eine Rückbesinnung auf traditionelles Handwerk und eine Möglichkeit, bewusster und nachhaltiger zu backen. Mit ein wenig Geduld und Experimentierfreude kannst du köstliches Brot mit einem einzigartigen Geschmackserlebnis selbst herstellen. Also, worauf wartest du noch? Tauche ein in die faszinierende Welt von Brot und Sauerteig und lass dich von der Magie des Backens verzaubern!
Tipp
Packe dein fertiges Brot in den Kühlschrank, es hält sich so ziemlich lange. Wir toasten es uns auf und genießen es nur mit gutem Olivenöl oder mit Frischkäse und zum Beispiel einer Prise Strandküche LISTA.
Auch eignet sich dieses Brot ganz großartig für unser geliebtes Pa amb Oli.
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